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28/04/2011 / immobilienoase

Zinshäuser

Seit nun mehr 4 Jahren geistert der Begriff der „Wirtschaftskrise“ oder „Finanzkrise“ durch die Welt. Diese begann im Frühling 2007 mit einer Immobilienkrise in den USA, Insolvenzen von Finanzdienstleistern und Banken folgten. Die Auswirkungen waren neben den finanziellen Desastern auch ein großes Misstrauen gegenüber den Banken und hier besonders gegenüber riskanten Veranlagungen. Die Zeit der Optionsscheine und risikoreicher Aktiengeschäfte schien zu Ende zu gehen. Wurde man vor 5 Jahren noch belächelt, wenn eben diese im Portfolio fehlten, war auf einmal ein Trend hin zu konservativen Anlageformen zu erkennen. Der Klassiker unter den konservativen Anlageformen – die Immobilie – erlebte vielerorts eine Hochzeit.

Auch in Österreich, wo man die Auswirkungen der Finanzkrise verglichen mit anderen Ländern nur gemäßigt spürte, war dieser Trend zu beobachten. Das Zinshaus als Anlageobjekt erlebte ein Revival und die bis vor kurzem große Nachfrage droht nun schon bald in einem Angebotsengpass zu enden.

Bereits 2008 reagierte der Markt in Wien mit m² Preisen von €1000 in durchschnittlichen Wohnlagen, im Jahr davor war das gleiche Objekt noch um die Hälfte zu bekommen. Durch die Rückbesinnung auf klassische Anlageformen wie Immobilien und die immens gestiegene Nachfrage wurden auch Zinshäuser in den „schlechten“ Lagen mit Erfolg verkauft. Des Weiteren änderte sich die Anforderung, höchstmögliche Rendite erzielen zu müssen. Objekte mit Renditen von 5%, die 5 Jahre zuvor als unverkäuflich galten, gingen weg wie warme Semmeln.

Auch 2010 wurden noch um 25% mehr Zinshäuser verkauft als 2009. In diesen beiden Jahren stieg das Preisniveau um weitere 5 – 15%. Für das aktuelle Jahr 2011 wird erwartet, dass die Nachfrage sinken wird, das Preisniveau aber noch leicht wachsen wird. Dies führen Immobilienexperten einerseits darauf zurück, dass die Angebote weniger werden und andererseits, dass die „Krise“ aus den Köpfen der Investoren wieder verschwindet und die Scheu vor anderen Anlageformen vermehrt abnimmt.

Das Motto „Grundbuch statt Sparbuch“ scheint also wieder dem Ende zuzugehen. Wie meistens in Zeiten von Ausnahmesituationen und Krisen, wo Sicherheit und Stabilität als die Werte schlechthin gelten, so schnell machen diese nach der Erholung wieder Platz für die Werte Risiko und Gewinnmaximierung.

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